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"...ein ausgezeichneter Künstler mit einer starken stimmlichen Identität." "...schreibt beeindruckende Lieder" "...spielte einen makellosen Gig, der sowohl spannend, als auch enthusiastisch war."
MUSIC CONNECTION, LOS ANGELES
"...uberzeugt mit ehrlichen Songs, dichtem Gitarrensound und makellosem Gesang." DER TAGESPIEGEL, BERLIN
Wayne Grajeda’s musikalische
Wurzeln liegen an der Westküste der U.S.A. Während sein
Vater als berühmter
Trompeter mit so legendären Bands wie den Dorsey Brothers und
dem Paul Whiteman Orchestra durch Amerika tourte, entdeckte Wayne
seine Leidenschaft für die Gitarre und den R & B. Im Umfeld
der verschiedensten Jazz-/ Rock- und Funksounds in den Music Clubs
und Studios von Los Angeles entwickelte er schon früh seinen
sehr eigenen, "soulful" melodiös-rockigen Stil. Als
Mitglied der Band Eastfield Meadows bekam er seinen ersten Plattenvertrag
bei
VMC Records;
auf dem daraus resultierenden Album spielten u.a. auch bekannte Musiker
wie Kent Henry (Leadgitarrist bei Steppenwolf) oder Mike Botts (Drummer
von Linda Rondstadt).
Nachdem die Band sich getrennt hatte, reiste Wayne
erstmals nach Europa, zunächst nach München, von wo aus
sich angesichts einer rapide wachsenden Life-Musik-Kultur in den
westdeutschen Städten zahllose Auftrittsmöglichkeiten und
Kontakte zu anderen Musikern ergaben. Als man ihm 1972 anbot, in
Westberlin als Zweitbesetzung für den Jesus im gefeierten Musical „Jesus
Christ Superstar“ mitzuwirken, griff er zu und fand im damaligen
Westsektor der geteilten Stadt eine pulsierende Musikszene vor.
Mit wenig Geld und großen Plänen
kam Wayne in der Kreuzberger Wohngemeinschaft Hagelberger
Strasse 14
unter, einer kreativen Keimzelle zusammen gewürfelter, überwiegend
amerikanischer Musiker, Sänger und Texter, die sämtlich
Nachts bis zum Morgen durch die zahlreichen Clubs tingelten, um von
ihrer Musik zu leben. Es war eine schöpferische, äußerst
produktive Zeit für jeden, der dort seinen Schlafplatz hatte,
eine Atmosphäre, in der sie sich gegenseitig aufstachelten und
inspirierten; hunderte toller Songs wurden an diesem Kreuzberger
Küchentisch komponiert. Als „Hagelbergers“ genießen
die beteiligten Künstler noch heute einen legendären Ruf
in Berlin.
Zu dieser Zeit lernte er auch Singer/Songwriter Tom
Cunningham kennen und gemeinsam mit Pete Belotte, der damals Donna
Summer produzierte, nahmen sie ein Demo auf und machten sich auf
den Weg, England zu erobern. Bei einem Gig in London trafen sie auf
Gerry Rafferty’s Manager Ray Williams und Songwriter/Producer
Jerry Lieber, die von ihrem Auftritt begeistert waren. Kurz darauf
wurden Williams und sein Partner Robert Wace, der die Karriere der
Kinks betreute, ihre Manager. Mit ihrer Hilfe stellten Tom and Wayne
eine Band zusammen und bekamen einen weltweiten Plattenvertrag bei
Warner Bros. Records. Die Gruppe nahm später tatsächlich
ein Album auf, das von Shel Talmy (The Who) produziert wurde. Ein
von Wayne geschriebener Titel, „Just Like In The Movies”,
wurde als Single veröffentlicht. Der Traum von der ganz großen
Karriere schien wahr zu werden, doch Querelen unter den Bandmitgliedern
führten letztlich – wie so oft – zum Platzen des
Traums und zur Auflösung der Gruppe, noch ehe das Album gepresst
werden konnte.
Was folgte, waren etwa zehn Berliner
Jahre puren Rock’n Rolls mit allem, was dazu gehört, häufig
mit zwei, sogar drei Auftritten in verschiedenen Clubs in einer Nacht.
Ein Alltag, der sich fast ausschließlich um Musik drehte, der
in der Dämmerung begann und im Morgengrauen endete. Aufregende,
atemlose Jahre, die er retrospektiv als seine kreativsten und prägendsten
einschätzt, viele tolle Stücke, wie „I wanna fall
in Love“ (später gecovert von Jesse Ballard) „Love
you’ve had a better day“ etc. entstammen dieser Zeit.
Wayne spielte solo, mit verschiedenen Bands und den unterschiedlichsten
Duos, u.a. trat er lange mit John
Vaughan als Duo „John & Wayne“ auf.
Mitte der Achtziger kehrte Wayne nach Los Angeles
zurück, um als TV-Produzent und Regisseur zu arbeiten, ohne
dabei jedoch seine Musik zu vernachlässigen. Er schrieb die
Kompositionen für zahlreiche TV-Produktionen und war in den
Folgejahren Mitglied und / oder Initiator diverser Bands und Gruppierungen
um Musiker, die u.a. mit den Doobie Brothers, David Bowie’s,
Bonnie Raitt’s und Bruce Hornsby’s Bands gespielt hatten.
Mit vielen der Musiker, die er in Berlin kennen gelernt hatte, blieb
er in engem Kontakt, insbesondere mit Songwriter Robert
Williams,
mit dem er häufiger in Los Angeles und bei immer häufigeren
Kurztrips nach Deutschland auch wieder in Berlin auftrat. Über
das Duo Grajeda und Williams schrieb Der Tagesspiegel: „(..)
sie überzeugen mit hübschen Songs, dichtem Gitarrensound
und makellosem zweistimmigen Gesang“.
Gemeinsam nahmen sie schließlich
ein Album auf, dessen Titel „Staytrue
Street“ sich
auf die Bleibtreustraße
in Berlin-Charlottenburg bezieht, in der sich zu Zeiten der „Hagelbergers“ das
legendäre Go In befand, jene berühmt berüchtigte Live
Musik Kneipe, die üblicherweise erst schloss, wenn die Sonne
aufgegangen war. Zwei Songs auf diesem Album, „Number 17 Staytrue
Street“ (Grajeda) und „Jumbo’s Clown Room“ (Williams),
sind surrealistische Zeitzeugen dieser berauschenden, nicht enden
wollenden Westberliner Nächte voller Musik, Kreativität
und Verrücktheiten, einer Welt, der sich schwer wieder entziehen
kann, wer einmal darin eingetaucht ist.
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